Wieder nichts in der Zeitung. Die Versicherung. Monaco. MobyDick liegt neben mir, träge wie eine Kuh auf der Weide. Diese Idee, schon seit Wochen und Monaten verfolgt sie mich. Zeitung im Café, liegt auch einfach da. Nichts, keine Regung in der Menge. Alles wie immer, dröge. Die Tür geht auf, niemand den ich kenne. Nur der Tag und die Zigarette, schnell einen Kaffee dazu. Was machen. Lesen, schreiben, alles zu viel. Mich treibt es nach dem Kaffee, wieder raus auf die Straße. Innenstadt. Wieder und wieder Auto an mir vorüber, unaufhaltsam. Gelassen, innen, mich zerreißend, alles kommt von aussen. Nichts mehr innen. Geduld fragt nach. Herz schlägt noch. Beruhigt nicht. Weiter durch die Straßenschluchten. Etwas die Lust befreien. Wie kommt wieder Lust in das Spiel. Hechten leere, scheinbar menschliche Gestalten an mir vorüber. Wortlos. Atembefreit. Gezügelt. Wieder und wieder. Nur Geduld, wie lange noch. Bus hält vor mir. Einsteigen. Weg. Das Ganze relativiert sich mit einem mal. Weg, endlich etwas mechanomotorische Beschleunigung. Wie ein Gift, nicht mehr frisch. Auch leicht abgegriffen. Endlich. Hinten auf der letzten Bank, eine Ausgabe der Bild. Wie eine Reviermarke, Zinken, oder? Nichts was mich anspricht. Nur eine Hinterlassenschaft eines Stromers. Stromer. War ich, bin ich einer? Die Alten singen immer so Lieder. Textfragmente wie Schnitzer in Parkbänken. Malaka. MacGuffin.
Nüchtern der nächste Morgen. Nur schnell eine Zigarette irgendwo her. Wieder nichts mit mal eben lustig. Alle Türen zu. Verkehr hämmert schon über die Straßen. Sonne, weit oben. Ich mittendrin, vergebens dabei. So etwas, wie normal zu leben. Warum auch. Es sind ja die anderen da draußen, die sich um nichts scheren. Durchbohrt vom Schritt aus. Dort wo das Ding hängt. Alles wie immer. Leid.